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Michael Nikowitz


Vita von Michael Nikowitz

Michael Nikowitz wurde 1986 in Wien geboren. Er studierte Mechatronik und Robotik an der Fachhochschule Technikum Wien. In seiner beruflichen Laufbahn konnte er interdisziplinäre Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen sammeln - in der Industrie als Robotik-Ingenieur, im Forschungsbereich als Laser-Wissenschaftler, als Vertreter Österreichs in diversen internationalen Gremien sowie im Bereich der Forschungsförderung. Seit 2014 beschäftigt er sich mit dem Themengebiet des automatisierten Fahrens und arbeitet seit 2016 als Koordinator für automatisierte Mobilität im Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie. Er ist dort für die strategische Planung und Konzeptionierung sämtlicher Strategien im Umgang mit Automatisierung und Digitalisierung zuständig. Michael Nikowitz ist kreativ tätig und malt in seiner Freizeit Acrylbilder. Nebenbei hat er bereits zahlreiche facheinschlägige Publikationen und Bücher veröffentlicht.

Interview mit Michael Nikowitz

Wer oder was inspiriert dich zum Schreiben?

Marie Ebner von Eschenbach meinte einmal: "Das Wissen ist das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.". Durch meine interdisziplinären Berufserfahrungen, hatte ich das Privileg einen Einblick in viele Bereiche unseres Lebens zu erfahren. Dieses Wissen möchte ich weitergeben, sei es in Form von Kinderbüchern oder auch Fachbüchern. Ein neues Buch zu schreiben bedeutet für mich ein neues Projekt zu starten, welchem ich mich mit voller Hingabe und Ehrgeiz widmen kann.

Wird es ein weiteres Buch geben?

Aktuell arbeite ich an einer Publikation über den Umgang mit digitalem Humanismus und autonomen Fahrzeugen. Wo stehen wir heute mit der Entwicklung von fahrerlosen Fahrzeugen? Werden wir damit die Büchse der Pandora öffnen oder wird uns diese neue Technologie den Zugang und Umgang zur Mobilität vereinfachen? Ist es gesellschaftlich überhaupt noch vertretbar, dass wir zukünftig autonome Fahrzeuge individuell besitzen werden? Diese und weitere spannende Fragen werden darin adressiert.

Welches Buch sollte deiner Meinung nach jede:r gelesen haben?

Michio Kaku: "Physics of the Future: How Science Will Shape Human Destiny and Our Daily Lives by the Year 2100". Michio Kaku versteht es wissenschaftliche Komplexitäten auf simple und verständliche Weise darzustellen. Dieses Buch, aus dem Jahr 2011 empfehle ich allen, die einen Einblick bekommen möchten, wie unser Leben in der Zukunft aussehen könnte.

Wie würden dich deine Freund:innen beschreiben?

Ehrgeizig, kreativ, wissensbegierig, unterstützend und immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen.

Pinnwand von Michael Nikowitz

12.12.2020

https://www.meinbezirk.at/favoriten/lokales/ein-mitmachtagebuch-fuer-kleine-forscher-d2331985.html

Ein Robotik-Fachmann und eine Volksschullehrerin haben Robotik, Wissenschaft und Automatisierung spannend in Buchform gebracht. FAVORITEN. Das kompakte Buch heißt "Professor Schraubingers Roboter" und ist soeben im Verlag myMorawa erschienen. Die beiden Autoren Michael und Andrea Nikowitz sind Geschwister, kommen aus Favoriten und haben zwei Jahre lang recherchiert und diskutiert, wie man das doch komplexe Thema "großen und kleine Forschern" näherbringend könnte. "Am Beginn eines Schuljahres erzählen mir die Kinder von ihrer Familie, und ich erzähle von meiner", erklärt Volksschullehrerin Andrea Nikowitz. "Als ich erzählte, dass mein Bruder Robotik studiert hat und sich mit automatisiertem Fahren beschäftigt, kamen natürlich viele Fragen: Was ist Robotik? Wir wird man Forscher? Was macht man da? Und weil ich selber viel zu wenig darüber wusste - wie viele meiner Kollegen auch - habe ich Michael einfach gefragt." Selbstfahrender Bus in Aspern So entstand fast von selber die Idee, gemeinsam ein Buch zu schreiben, das leicht verständlich und mit einer spannenden Rahmenhandlung Antworten auf all diese Fragen gibt. Zum Selberlesen und Vorlesen. "Es ist auch eine Art Tagebuch, in das man eigene Ideen, oder Entwürfe hinein zeichnen kann", ergänzt Michael Nikowitz, studierter Robotiker, der im bmvit - Verkehrsministerium als Koordinator und Berater für automatisiertes Fahren tätig ist. "Dieses Thema ist bereits ganz real. In der Seestadt Aspern wird 2018 ein erster automatisierter Minibus unterwegs sein. Wir fragen uns beispielsweise schon heute, wie die Autobahnen in Österreich im Jahr 2030 aussehen müssen. Da geht es um neue Technologien, den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen genauso wie die Auswirkung von Automatisierung auf die Arbeitsplätze und die Menschen dahinter. Auch das wollen wir den Kindern kindgerecht erklären." Spannende Themen unserer Zeit "Der Roboter steht für uns als Symbol für viele aktuelle Themen, mit denen Kinder in ihrem Alltag konfrontiert sind, wir leben ja längst im Zeitalter der Automatisierung und Digitalisierung", so die beiden Autoren. "Utopische Filme im Fernsehen, Computerspiele, Playstation, Satelliten, Raumfahrt, selbstfahrende Autos und ständig neue Erfindungen faszinieren Alt und Jung. Leicht fassliche Sachbücher dazu gibt es kaum." Und Andrea Nikowitz ergänzt aus ihrem Schulalltag: "Auch als Volksschullehrer wünscht man sich für den Sachunterricht leicht verständliches und spannendes Unterrichtsmaterial, schließlich sind das komplexe Themen, die man schon als Erwachsener kaum erklären kann!" Und genau deshalb gibt es jetzt das Buch "Professor Schraubingers Roboter". Andrea hat natürlich schon längst mit ihren Schülern den "Praxistest" gemacht. Und ständig nachgebessert, wenn etwas unverständlich war. "Das hat allen viel Spaß gemacht, uns als Autoren, und den Kindern." Übrigens: Die Kinder ihrer zweiten und dritten Klassen wollten natürlich sofort "Forscher" werden, oder noch besser ein "Genie". "Um dann beispielsweise Stifte zu erfinden, die die Aufgaben selber schreiben", lacht die 27jährige. Der Professor Schreibinger aus dem Buch ist übrigens ein älterer Herr, also kein Alter Ego von Michael Nikowitz (31). "Wir haben da eher an eine Mischung aus Albert Einstein und dem Onkel aus Mary Poppins gedacht!"