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Persönliches Familienalbum des Autors

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Andreas Herdina


Vita von Andreas Herdina

Andreas Herdina, 1953 in Tirol geboren und aufgewachsen, promovierte als Jurist an der Universität Innsbruck. Nach seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt wurde er Diplomat in österreichischen Diensten in Islamabad, Tokio und Genf, bevor er während dreier Jahre in der unmittelbaren Nachkriegszeit 1996 bis 1999 beim Hohen Repräsentanten in Bosnien-Herzegowina mit der Rückkehr von Flüchtlingen befasst war. Als EU-Beamter widmete er sich der EU-Erweiterung von 2004, der europäischen Nachbarschafts-Politik und dem Aufbau einer EU-Agentur in Helsinki. Seine Freizeit gilt dem Segeln. Er lebt seit 2008 in Finnland.

Interview mit Andreas Herdina

Wer oder was inspiriert dich zum Schreiben?

Ich wollte die Erlebnisse meiner britisch-österreichischen Familie fuer die Nachwelt erhalten. Andere Bücher mit Familiengeschichten im zeitgeschichtlichen Zusammenhang haben mich inspiriert. Mein Buch umfasst den Zeitraum von ca. 1900 bis 2025. Diesen wollte ich auch fuer eine jüngere Leserschaft beschreiben und Schlussfolgerungen fuer die Jetztzeit ziehen.

Wird es ein weiteres Buch geben?

Ich denke im Moment nicht daran.

Welches Buch sollte deiner Meinung nach jede:r gelesen haben?

Als zeitgeschichtlich interessantes Buch mit persönlichen Einsichten fällt mir dazu "Die Welt von Gestern" von Stefan Zweig ein.

Wie würden dich deine Freund:innen beschreiben?

Als Person mit einer interessanten beruflichen Lebenserfahrung, als ernsthaften Menschen, politisch engagiert, mit einem guten Schuss Humor und einer Prise Tiroler Sturheit.

Was möchtest du deinen Leser:innen mit auf den Weg geben?

Die Erfahrungen meiner Familienmitglieder, die ich in meinem Buch beschreibe, haben mir die Bedeutung faktenbasierten Handelns und vor allem des Respekts vor der Menschenwürde aller verdeutlicht. Dies möchte ich gerne weitergeben.

Welche Bedeutung hat fuer Dich gerade Deine britisch-österreichische Familie?

Dass ich zweisprachig mit Personen aus zwei unterschiedlichen Ländern aufgewachsen bin, hat in mir sicherlich das Feingefühl fuer Nuancen im Umgang zwischen Personen und auch Staaten geschärft. Wahrscheinlich hat dies auch dazu beigetragen, dass ich Diplomat wurde.

Was waren Deine bedeutsamsten diplomatischen Aktivitäten?

Am meisten geprägt haben mich sicherlich meine drei Jahre beim Hohen Repräsentanten in Bosnien-Herzegowina, unmittelbar nach dem dortigen Krieg. Diese waren herausfordernd, wiewohl menschlich erfüllend. Ich möchte diese Erfahrung nicht missen. Als EU-Beamter habe ich "angewandte Diplomatie" betreiben dürfen, bei der EU-Erweiterung 2004, im "Melker Prozess" der Vermittlung zwischen Tschechien und Österreich, und im Zusammenhang mit dem Brexit.