Dissertationen der LMU
Position und Positionierung
- Identitätspolitische Effekte im deutschsprachigen Gegenwartstheater
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Beschreibung
Der Begriff ‚Identitätspolitik‘ wird im Zusammenhang mit dem deutschsprachigen Theater der Gegenwart häufig benutzt, aber selten klar definiert. Er emotionalisiert und polarisiert. Doch wovon sprechen wir, wenn es um die Verbindung von Identitätspolitik und Theater geht? Die vorliegende Dissertation nimmt eine begriffliche Klärung vor: In einem theoretischen Überblick über die Themenfelder Identität, Identitätspolitik und Wirkungsweisen des Theaters werden Poststrukturalismus und Ideologietheorie als Grundlagen der postkolonialen und queerfeministischen Theorie produktiv mit Erkenntnissen der Theaterwissenschaft in Verbindung gebracht. Die Dissertation bietet insofern auch eine Einführung in das Denken von Stuart Hall, Louis Althusser, Antonio Gramsci, Judith Butler und Erika Fischer-Lichte. Im Analyseteil überträgt die Autorin ihre Erkenntnisse auf mehrere Inszenierungen und Performances, die sie auf die Erzeugung identitätspolitischer Effekte untersucht: Identitti nach dem Roman von Mithu Sanyal in den Inszenierungen von Kieran Joel (Düsseldorfer Schauspielhaus) und Jessica Glause (Theater Freiburg), Arbeiten des Performancekollektivs Frauen und Fiktion sowie Xáta – Zuhause von Kamilė Gudmonaitė (Münchner Kammerspiele).