Open Publishing LMU
Wirkmacht der Empathie
- Catharine Macaulays Erziehungstheorie und ihre diachrone Rezeption
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Beschreibung
Catharine Macaulay (1731–1791) zählt zu den bedeutendsten Intellektuellen der englischen Aufklärung. Als Historikerin gefeiert, als politische Denkerin geachtet, als Pädagogin jedoch vergessen. Dieses Buch beschreibt den epistemischen Raum der Pädagogik als terra nullius weiblicher Theoriebildung und macht deutlich, warum. Macaulays Bildungstheorie aus Letters on Education (1790) verbindet systematisch politische Gleichheit, moralische Entwicklung und sympathy als Grundlage pädagogischen Handelns. Trotzdem bleibt sie im Kanon der Pädagogik ausgeschlossen. Die Studie verortet Catharine Macaulay zwischen John Locke und Jean-Jacques Rousseau, rekonstruiert Rezeptionslücken und macht ihren eigenständigen Beitrag zur Pädagogik- und Aufklärungsgeschichte sichtbar. Ein kritischer Ansatz, der Theoriegrundlagen herausfordert und aktuelle Debatten befruchtet.