Dissertationen der LMU
Eingeschränkte Kommunikation in Mittelalter und Früher Neuzeit
- Stottern zwischen Wissensordnung und Lebenswelt
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Beschreibung
Die vorliegende Studie untersucht eingeschränkte Kommunikation, insbesondere das Stottern, im europäischen Mittelalter und in der Frühen Neuzeit. Ausgehend von neueren Ansätzen der Disability Studies analysiert sie philosophische, medizinische und literarische Quellen sowie umfangreiche Textkorpora. Im Mittelpunkt stehen die gesellschaftliche Wahrnehmung der Betroffenen und die mit Sprachstörungen verbundenen Emotionen und Abwertungsmechanismen. Die Arbeit leistet damit einen Beitrag zur auch biographisch interessierten historischen Erforschung von Kommunikation und Behinderung. Sie erschließt ein bislang kaum bearbeitetes Feld und eröffnet so neue Perspektiven auf die soziale Bedeutung von Sprache und eingeschränktem Sprechen in vormodernen Gesellschaften.