Beschreibung
Um 1850 wurde Ankica in Ungarn als Vampirin verfolgt, da finsterer Aberglaube den Verstand der Menschen vernebelte. Sie floh zunächst, kehrte jedoch nach einem Jahr aus Heimweh und dem Wunsch, einer Freundin ihre Kampfbereitschaft zu beweisen, zurück, musste aber bald wieder fliehen. Ihr Leben lang fand Ankica keine Ruhe. Einhundertdreißig Jahre später bat mich ihre Tochter, Ankicas Lebensgeschichte zu veröffentlichen, da sie vorher nicht sterben könne. Zu diesem Zeitpunkt war sie einhundertacht Jahre alt und übermittelte mir die Geschichte ausschließlich mündlich. Zwischendurch erzählte sie mir, dass eigentlich ein gewisser Carlo Call die Geschichte hätte schreiben sollen, doch er zog sich wegen des Fluchs, der den Autor treffen sollte, zurück – der Feigling. Daraufhin war ich auch nicht erpicht, das Buch über die letzte Vampirin zu veröffentlichen, und legte meine Notizen vierzig Jahre lang zur Seite. Die Biografie hat mich zwar gefesselt, ja, doch der Fluch …