Beschreibung
1940. Hermine ist acht Jahre alt, als ihre Mutter stirbt. Der Vater und die beiden älteren Brüder sind im Zweiten Weltkrieg gefallen. Als Waisenkind wird sie von entfernten Verwandten aufgenommen, die ihr ein Dach über dem Kopf geben. Als „Onkel Heinrich“ an dem heranwachsenden Mädchen Interesse zeigt, läuft sie fort und kommt auf einem großen Bauernhof unter, wo jede Arbeitskraft willkommen ist. Auch als der Krieg schon lange zu Ende ist, hofft Hermine, dass ihr jüngster Bruder Josef noch am Leben ist. Tatsächlich gelingt Josef 1948 die Flucht aus einem Gefangenenlager in Sibirien. Er macht sich zu Fuß, und meist nachts, auf den gefährlichen Heimweg über Polen und die Tschechoslowakei, in das, von russischem Militär besetzte Mühlviertel. Die Geschichte meines Onkels, der aus russischer Gefangenschaft zu Fuß nach Oberösterreich floh, hat mich zu diesem Roman inspiriert. Hermine steht stellvertretend für viele Waisenkinder und Frauen, die im und nach dem Zweiten Weltkrieg ein schweres Los hatten. Es ist ein Buch voller Hoffnung. Isabella Maria Kern