Beschreibung
Marmorbeben – Eine Erschütterung Liebe in schwierigen Zeiten. Anfang 2020. Eine große Veränderung war eingetreten. Schock und Erregung. Was bleibt von etwas Wunderbarem - von Gemeinsamkeit - wenn Politisches privat und Privates politisch wird - wenn plötzlich Tabu gewordene Themen, Partner unterschiedlich positionieren? Was hat diese Ausnahme-Zeit mit uns gemacht? Eine Geschichte von Täuschung und Enttäuschung. Zweifeln und Verzweifeln. Vom Trauen und Vertrauen, Aufstehen, Richtung ändern und Weitergehen. Eine Reise in den komplexen Weltenwandel dieser Zeit. Kollektives Trauma - aus intimer Perspektive erzählt. ... Ich liebte diesen Mann, und keinen anderen. Trotz der vom Leben geschlagenen Kerben sich gegenseitig tragen. Niemals hatte ich gehorchen wollen. Niemandem gehören. Frei sein. So war ich zu ihm gekommen. Dem mir so Fremden. Der mir, um endlich weiterzugehen, die Freiheit von meiner Fremdheit gab. Die Freiheit, die mir - wenn auch auf ganz andere Weise - jetzt wieder genommen zu werden drohte. Alles schien mir vorbereitet, fiel etwas so vom Himmel? Wir lagen nebeneinander. Ich fragte ihn, wann für ihn ein Spiel beginnen würde, wenn Mannschaften gegenüber aufgestellt, auf den Anpfiff warteten - amüsiert strich er mir eine Strähne aus dem Gesicht, seit wann ich mich um Fußball sorgte - oder möglicherweise doch lange Zeit zuvor, wollte ich weiter von ihm wissen, in der für reibungslosen Verlauf bereits im Vorfeld voller Einsatz aufgeboten worden war? Das war zu Beginn des ganzen Dilemmas, als ich noch zu reden suchte. Ich beobachtete, wie sein Blick hart wurde. Eine missbilligende Geste folgte, aufhören sollte ich damit. Seine Stimme laut. Ich schwieg.